Die Teampräsentation in Oberstaufen

Und plötzlich rennt die Zeit! Eben noch befanden wir uns ganz am Anfang, die Rallye schien noch weit, weit weg, an die Teampräsentation in Oberstaufen war noch gar nicht zu denken. Aber was in einem Moment noch vage und ungreifbar ist, ist im Nächsten bereits überwältigend nah.
Nicht unerwähnt bleiben soll, dass Gianpaolo irgendwann zwischen Urlaub in Berlin, Fasnacht (für die nicht-schweizerischen Leser: Karneval) und Geburtstagsfeiern noch kurzspitz ein Promo-Video zusammengeschnippelt hat um das Team standesgemäss zu präsentieren.

Damit gewappnet machten sich die drei Camel Raiders Fran, Reto und Steven zusammen mit Tim am 15. März nach Oberstaufen auf. Die Mission: Der Welt (oder in unserem Fall wenigstens den anderen Rallye-Teilnehmern) unser Team vorzustellen.

Doch zuerst gab’s jede Menge Informationen vom Rallye-OK, speziell auch zu den verschiedenen Rallye-Aufgaben.

  • Wie bereits zu einem früheren Zeitpunkt bekannt wurde, muss jedes Team einen Holzbalken nach Istanbul transportieren.
    Die genannten Holzbalken werden zu einem Dachstuhl für die neue Ausbildungsstätte, welche auf dem Gelände der Allgäu-Orient-Rallye entsteht, zusammengesetzt. Hier werden dereints türkische Lehrlinge ausgebildet werden.
  • Die Handtäschchen-/Reis-Aufgabe: Jedes Team stellt 20 (idealerweise zwanzigjährige) Gegenstände in einem Handtäschchen zusammen. Diese Gegenstände sollen im Laufe der Rallye eingetauscht werden, und zwar gegen je 500g abgepackten Reis pro Gegenstand.
    Ziel ist es, dass dadurch genug Reis für insgesamt 10’000 Mahlzeiten für die syrischen Flüchtlinge zusammen kommen soll.
  • Für die „Wishwall“ muss jedes Team einen Stein mit einer Plakette mitbringen. Die Rede war da von einem „Findling“ von mindestens 10 Kilo. Es entsieht sich unserer Kenntnis, ob dies absolut ernst zu nehmen ist 😉
    Wie dem auch sei: Auf die Plakette kommt der Name des jeweiligen Teams sowie ein Wunsch. Fahrräder soll man sich keine Wünsche dürfen. Gut. Wir werden noch darüber nachdenken, was wir uns wünschen. Im Zweifelsfall: Friede für alle 🙂
    Ach ja, an der „Wishwall“ wird ein Briefkasten montiert, wo man seine Wünsche platzieren kann. Die gesammelten Briefe/Wünschen gehen dann an verschiedene Staatspräsidenten dieser Welt, in der Hoffnung, dass dadurch ein Zeichen gesetzt und die Welt ein wenig besser wird.
  • Wie wir bereits erfahren hatten, führt uns die Reise nach Nordzypern, Linksverkehr lässt grüssen.
    Da es allem Anschein nach ein Problem damit gibt, dass sowohl Menschen wie auch Autos auf gemeinsamen Fähren nach Israel übersetzen, werden die Autos per Fähre verschifft. Die Rallye-Teilnehmer wiederum werden mit dem Flugzeug nach Haifa gelangen und ihre Autos dort wieder in Empfang nehmen.
    Die Türkei übernimmt grosszügigerweise die Mehrkosten für den Flug für alle Teilnehmer. Vielen Dank dafür 🙂
  • Israel wiederum hat die Rallye eingelanden, drei Tage im Land zu verweilen. Die Rallye wird somit erstmals überhaupt von Haifa nach Jerusalem geführt, anschliessend geht es weiter nach Bethlehem und an den See Genezareth.
  • In Jordanien schliesslich werden wir vom Kronprinzen begrüsst werden. Letzten Infos nach wird er zwar nicht in Rallyefahrzeugen mitfahren können und auch nicht in der Wüste übernachten. In der Wüste übernachten? Richtig, wir werden zwei Tage und Nächte in der jordanischen Wüste verbringen.
    Was uns dort, nebst Schlangen und Skorpionen, genau erwartet, ist ungewiss, hoffentlich keine Mumien… ach ne, die sind ja in Ägypten 😉
    Jedenfalls müssen wir alles Lebensnotwendige (Wasser, Essen, usw) für zwei Tage mit in die Wüste nehmen.
    Unser Team wird jedenfalls mit dem Fondue im Gepäck bestens gewappnet sein 🙂

 

Wir haben den ganzen Event natürlich mitgefilmt und daraus eine rund 7-minütige Zusammenfassung geschnitten, die ihr euch auf Youtube ansehen könnt.

Update zu: Termine, Route und Abenteuer

Wir haben kürzlich das Update erhalten, was Alles auf uns zukommen wird. Es sieht nach einem taffen Zeitplan und einer sehr spannenden Reise aus. Es geht um Offroad, komplizierte Grenzübertritte, Beinahe-Gefängnis-Besuche und einige Nächte in der Wüste nachdem wir über den Jordan geschickt werden.
Weiter lesen →